Datenvisualisierung

Effektive Datenvisualisierung: So geht‘s

Der Abschluss unserer „Road to Dashboard“-Reihe thematisiert die Datenvisualisierung.

Diese ist mehr als nur das Erstellen von Diagrammen – sie ist das Ergebnis eines strukturierten Prozesses, der bei der Anforderungsanalyse beginnt und mit der Darstellung entscheidungsrelevanter Informationen endet. Das Ziel war es, den gesamten Weg von der Datenintegration über die Analyse bis hin zur Visualisierung zu beschreiben, speziell am Beispiel der Umsatzerlöse eines Medizintechnikanbieters.

Vorgehensweise in der Datenvisualisierung

Die obere Abbildung zeigt den Ausschnitt unseres Vorgehensmodells, das den Fokus auf drei Hauptthemen legt: Datenintegration, Analyse und Visualisierung.

Um ein Dashboard zu entwickeln, das den Anforderungen entspricht, muss der Prozess stets mit der Anforderungsanalyse beginnen. Hier wird der Use Case definiert, der im weiteren Verlauf immer wieder angepasst werden kann, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Wesentliche Fragen zur Dashboard-Entwicklung

Um einen Use Case erfolgreich abzubilden, sollten drei Fragen geklärt werden:

  1. WER? Wer ist die Zielgruppe der Visualisierung?
  2. WAS? Welche Aufgaben soll die Visualisierung unterstützen? Welche Fragen müssen beantwortet werden?
  3. WIE? Welche KPIs sind relevant, um dieses Fragen zu beantworten?

Sind diese Fragen beantwortet, folgt die Auswahl geeigneter Darstellungsformen wie Diagramme, Tabelle, Ampeln und andere Visualisierungselemente. Dabei ist es wichtig für jede KPI eine geeignete Darstellungsform zu wählen, damit Dashboard Nutzende die gesuchten Informationen intuitiv und schnell entnehmen können und daraus die richtigen Handlungsmaßnahmen ableiten.

Anordnung und Struktur im Dashboard

Die Anordnung und Reihenfolge der einzelnen Elemente eines Dashboards spielen eine zentrale Rolle. Eine klare Struktur und die Beachtung von Proportionen sind essenziell. Besonders der „goldene Schnitt“ findet häufig in gut gestalteten Dashboards Anwendung. Die Positionierung der Elemente orientiert sich an der Leserichtung – von links nach rechts, von oben nach unten – um den Betrachtenden eine logische und intuitive Informationsaufnahme zu ermöglichen.

Ergebnis der Visualisierung

Die sorgfältige Planung und Umsetzung mündet in einem Dashboard, das den Nutzenden klare und zielgerichtete Informationen bietet. Ein Beispiel zeigt die Visualisierung der Umsatzerlöse nach Kunden und Produkten/Dienstleistungen.

Und das Ergebnis sieht dann wie folgt aus: 

Muster-Dashboard Umsatzerlöse nach Kunden und nach Produkt/Dienstleistung
Muster-Dashboard Umsatzerlöse nach Kunden und nach Produkt / Dienstleistung, Quelle: Eigene Darstellung
Umsatzerlöse nach Produkt
Muster-Dashboard Umsatzerlöse hier nach Produkt oder Dienstleistung, Quelle: Eigene Darstellung

Fazit

Datenvisualisierung ist viel mehr als nur die Erstellung von Diagrammen und beginnt bereits beim Anforderungsmanagement und der Ausarbeitung der KPIs. Darüber hinaus bedarf es viel Zeit und Know-how, um die benötigten Daten zu integrieren und zu transformieren.

Bei der Visualisierung ist auf den roten Faden zu achten, der die User intuitiv durch das Dashboard führt.

Dabei ist es wichtig, nie das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren: Die User zu befähigen, intuitiv datengetriebene Entscheidungen zu fällen.

Hast du den ersten und zweiten Teil unserer „Road to Dashboard“-Reihe verpasst? Erfahre mehr über die Datenintegration hier und über die Datenanalyse in der Medizintechnik hier. Begleite uns auf dem gesamten Weg zur perfekten Datenvisualisierung!

 

Jennifer Münch

Über MICH

Jennifer Münch ist studierte Wirtschaftsinformatikerin und arbeitet seit 2019 für doubleSlash als Business Consultant. Sie hat bereits mehrere Jahre Berufserfahrung in IT-Projekten und ist spezialisiert auf ETL-Prozesse und Visualisierung im Bereich Business Intelligence.

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