Person hält Tablet mit Einkaufswagen-Symbol und auswählbaren Optionen Function A und Function B – Darstellung des Konzepts Funktionen on Demand

Funktionen on Demand: So verändert sich die Nutzung von Technologie

Funktionen on Demand verändern, wie wir Technologie nutzen: Geräte bleiben flexibel, erweiterbar und zukunftssicher. Erfahre, wie FoD neue Geschäftsmodelle schafft – für Hersteller, Unternehmen und Nutzer:innen gleichermaßen.

Was ist Funktion on Demand? Eine Kurzerklärung

Funktionen on Demand (FoD) bieten die Möglichkeit, zusätzliche Features für ein Basisgerät nach dem Kauf flexibel freizuschalten – oft gegen eine Gebühr oder im Abonnement. Dieses Konzept revolutioniert, wie wir Technologie nutzen.

Warum sind Funktionen on Demand ein Gamechanger?

Attraktiver Basispreis, volle Flexibilität

Mit Funktionen on Demand können Basisgeräte zu einem niedrigeren Preis angeboten werden, da teure Zusatzfunktionen optional bleiben. Kund:innen zahlen nur für das, was sie wirklich benötigen.

Schneller Marktzugang

Hersteller bringen ihr Produkt früher auf den Markt, da optionale Funktionen nachträglich integriert werden können. Kund:innen profitieren so schneller von neuen Technologien.

Nachhaltige Umsätze für Unternehmen

Zusätzliche Einnahmen durch Abonnements machen Unternehmen unabhängiger von einmaligen Käufen. Das stärkt langfristig die Kundenbindung.

Zukunftssicherheit für Kund:innen

Geräte können durch neue Funktionen an veränderte Anforderungen angepasst werden. Das steigert die Zufriedenheit und sorgt für längere Produktlebenszyklen.

Nachhaltigkeit durch weniger Elektronikschrott

Dank der Möglichkeit, Geräte upzudaten, bleiben diese länger in Verwendung. Das spart Ressourcen und reduziert Abfall.

Geringere Kapitalbindung

Funktionen on Demand (FoD) reduzieren die Investitionskosten (CAPEX: Captial Expenditure) für Geräte. Ein attraktiver Basispreis ermöglicht die Anschaffung mit geringerer Investition. Zusätzliche Features können nach Bedarf und Budget aktiviert und direkt über die Betriebskostenabrechnung (OPEX: Operational Expenditure) verrechnet werden. Dies führt zu einer besseren Kapitalnutzung und einer höheren Liquidität.

Wie Funktionen on Demand funktionieren – Ein Blick hinter die Kulissen

Integration in Design und Entwicklung

Bereits in der Entwicklungsphase müssen Hard- und Software so konzipiert sein, dass spätere Erweiterungen möglich sind. Eine vorausschauende Planung ist essenziell.

Online-Fähigkeit der Geräte

FoD setzt voraus, dass Geräte über Schnittstellen wie LAN, WLAN oder Bluetooth verfügen. Nur so können neue Funktionen einfach freigeschaltet werden.

Flexible Softwarearchitektur

Die Software muss Erweiterungen unterstützen, die einfach hochgeladen, installiert und aktiviert werden können. Eine solide Update- und Versionskontrolle ist hierbei entscheidend.

Erweiterbare Hardware

Geräte sollten ausreichend Leistung oder Erweiterungsmöglichkeiten bieten, um zukünftige Funktionen wie KI-Anwendungen zu unterstützen.

Funktionen on Demand in der Praxis

Automobilindustrie

Automobilhersteller bieten Features wie verbesserte Assistenzsysteme oder Infotainment-Optionen an, die nachträglich aktiviert werden können. So bleiben Fahrzeuge länger aktuell.

Medizintechnik

In der Medizintechnik können zusätzliche Diagnosefunktionen oder Software-Updates für Geräte wie MRTs freigeschaltet werden. Das spart Investitionen in neue Hardware.

Industrieproduktion

Produktionsanlagen profitieren von nachträglich freigeschalteten Funktionen, wie erweiterten Analysewerkzeugen oder spezialisierten Programmen. Das ermöglicht eine flexible Anpassung an neue Anforderungen.

Vorteile für Kund:innen

  • Personalisierung: Ein maßgeschneidertes Produkt.
  • Zukunftssicherheit: Längere Lebensdauer und Aktualität der Geräte.

Herausforderungen

  • Sicherheitsrisiken: Datenschutz und -sicherheit müssen gewährleistet sein.
  • Höherer Entwicklungsaufwand: Flexible und erweiterbare Produkte erfordern Investitionen.

Fazit: Mehr Flexibilität, stärkere Kundenbindung

Mit Funktionen on Demand gestalten Unternehmen eine Zukunft, in der Technologie flexibler, nachhaltiger und individueller wird. Dieser Ansatz setzt neue Maßstäbe – sowohl für Kund:innen als auch für die Umwelt. Werden wir bald eine Welt erleben, in der jedes Gerät mit uns wächst? Die Antwort darauf beginnt heute.

Stefan Dürnay

Über MICH

Stefan Dürnay ist ein begeisterter Experte in den Bereichen Digitalisierung in der Medizintechnik, E-Mobility, Mobilitätsanwendungen, IT für die Gesundheitsbranche sowie Konnektivität und Services für MedTech Geräte. Bei doubleSlash ist er als Senior Project Manager und Product Manager MedTech tätig. Nach seinem Studium im Bereich Electrical Engineering konnte er vielfältige Berufserfahrungen, unter anderem in der IT Applikation und bei Digitalisierungsprojekten für Automotive, E-Mobility und MedTech, sammeln.

Neben seiner Tätigkeit bei doubleSlash, gibt Stefan sein Wissen auch als Dozent für Datenmanagement, Digitalisierung und Mechatronik an der DHBW begeisternd weiter. Ob als Speaker auf der Bühne oder als Dozent im Hörsaal, Stefan ist ein innovationserfahrener Sprecher, der sein Wissen praxisnah und inspirierend vermittelt.

Alle Beiträge von Stefan Dürnay

Mehr erfahren

Weitere Infos auf unserer Website und in unserem Newsletter

Pfeil hoch