Angular bietet diverse Methoden, um den State zu managen, die sich je nach Komplexität und Bedarf der Anwendung unterscheiden. Im Folgenden werden 3 der gängigsten Möglichkeiten vorgestellt.
Komponentenbasierter State
Die wohl einfachste Möglichkeit ist der komponentenbasierte State. Hier speichern die Komponenten ihren eigenen Zustand intern und verwalten diesen selbstständig. Dieser Ansatz ist besonders vorteilhaft für einfache Szenarien, da er leicht zu implementieren ist und keine zusätzlichen Abhängigkeiten erfordert. Allerdings wird es schwierig, diesen Zustand über mehrere Komponenten hinweg zu teilen, was zu einem unübersichtlichen und schwer wartbaren Code führen kann, wenn der State in größeren Anwendungen geteilt werden muss.
Services mit RxJS
Ein sehr flexibler und verbreiteter Ansatz in Angular ist die Verwendung von Services und RxJS. Hier speichern Services die Daten der Application. Komponenten können den State abonnieren und auf Änderungen reagieren. Der State der Anwendung ist so zentralisiert gehalten, was die die Wiederverwendung und die Verwaltung von Daten erleichtert und bietet nebenbei eine hervorragende Unterstützung für asynchrone Operationen. Ein Nachteil dieses Ansatzes ist, dass er ein gutes Verständnis von RxJS erfordert und die Implementierung in umfangreichen Anwendungen komplex werden kann.
State-Management-Bibliotheken
Um den State einer Anwendung zu verwalten, gibt es Bibliotheken die diesen Anwendungsfall abdecken. NgRx ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Bibliothek zur Verwaltung des States in Angular. NgRx verwendet das Redux-Prinzip, um den State der Anwendung zu verwalten.
NgRx verwendet einen zentralen Store, in dem der gesamte Anwendungszustand gespeichert ist, und setzt auf ein unveränderliches Zustandsmanagement durch Actions und Reducer. Dieser Ansatz bietet eine strukturierte und vorhersagbare Art des Zustandsmanagements, was ihn ideal für komplexe Anwendungen macht. Jedoch erfordert NgRx eine gewisse Einarbeitungszeit und führt oft zu einer erheblichen Menge an Boilerplate-Code, was ihn für kleinere Projekte weniger geeignet macht.
Weitere Bibliotheken, die ebenfalls auf Redux basieren sind beispielsweise Akita oder Elf, die weniger Boilerpalte-Code versprechen, was gerade für kleinere Projekte charmanter sein kann.
Fazit
Jede dieser Methoden hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und eignet sich für unterschiedliche Anwendungsgrößen und -typen. Während NgRx für große Projekte mit umfangreichen Anforderungen an das State Management ideal sein kann, können einfache Services mit BehaviorSubject eine gute Lösung für kleinere bis mittelgroße Projekte sein. Die Wahl der richtigen Methode hängt letztendlich von den spezifischen Bedürfnissen und der Komplexität des Projekts ab.
Ich hoffe, dieser Überblick hilft Dir beim nächsten Projekt, das passende State Management für Deine Angular-Anwendung zu wählen.
Quellen
- https://ngrx.io/
- https://opensource.salesforce.com/akita/
- https://ngneat.github.io/elf/
- https://redux.js.org/
- https://rxjs.dev/
- https://angular.dev/guide/signals/rxjs-interop
- https://netbasal.com/get-some-elf-control-for-your-angular-state-management-32c0bdfd2b02
- https://dev.to/chintanonweb/angular-state-management-a-comparison-of-the-different-options-available-100e
- https://medium.com/@chitranshisengar.sengar/understanding-state-management-in-angular-fe80ea29ac27



