Das bietet große Chancen für Unternehmen, ihre Produkte innerhalb dieser Service Ökonomie weiter zu entwickeln und damit neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, z.B. über Abonnements oder flexibel zu buchbare Funktionen. Doch egal, welchen Service dein Unternehmen anbietet und wie innovativ das auch umgesetzt sein mag – wenn am Ende die Abrechnung nicht stimmt oder den Erwartungen der Kund:innen nicht gerecht wird, kann das einen guten Service in ein schlechtes Licht stellen. Im schlimmsten Fall wird der Service auf Grund der schlechten User Experience gekündigt.
Erfahre, worauf es beim Billing von digitalen Services ankommt.
Mache den Selbsttest: Wie gut ist dein Unternehmen im Billing aufgestellt?
Billing ist eines der zentralen Schlüsselelemente in der User Journey – und besonders im Fall von flexiblen Subscriptions nicht zu unterschätzen. Denn es handelt sich hierbei um immer wiederkehrende Events.
Bei modernen Geschäftsmodellen im Bereich digitale Services zählt zum Billing Prozess nicht nur die Rechnungsstellung, sondern auch:
- Nutzungsdaten, die gespeichert, geprüft und gerated, d.h. berechnet und bepreist, werden müssen.
- Preise, die individuell auf diese Daten berechnet werden müssen. Themen, wie Dynamic Pricing, also die Berechnung der Preise basierend auf den bewerteten Nutzungsdaten und Tarifen, unter Einbeziehung von individuellen Rabatten, spielen dabei eine essenzielle Rolle.
- Unterschiedliche Abrechnungszyklen, die gemanagt und flexibel angeboten werden müssen.
Checkliste: Die wichtigsten Billing-Faktoren
Neue Geschäftsmodelle wie die Einführung von Subscription Services oder nutzungsbasierten Abrechnungen stellen Unternehmen und deren Abrechnungssysteme vor immer größere Herausforderungen. Vor allem dann, wenn sie sehr stark auf die Kund:innen und deren Wünsche ausgerichtet sind.
Probleme entstehen nicht nur durch neue Geschäftsmodelle – auch die Skalierung, etwa beim Rollout in weitere Märkte, kann zu Performance-Problemen führen.
Mit Hilfe folgender Checkliste erfährst du, ob auch dein Unternehmen dem Thema Billing mehr Priorität verleihen sollte oder ob Billing in deinem Unternehmen agil und stabil genug aufgestellt ist, um zukünftige Anforderungen abbilden zu können.
Bei euch treffen mehr als 3 Punkte aus der Checkliste zu? Das kommt gar nicht so selten vor. Solche Herausforderungen begegnen uns in der Praxis häufig.
Der Auslöser liegt meist in den steigenden Anforderungen, die neue digitale Geschäftsmodelle an bestehende Prozesse und Systeme stellen. Oft wird versucht, veraltete Bestandssysteme zu erweitern – laut einer Studie von MGI Research sind diese im Durchschnitt über zehn Jahre alt. In anderen Fällen entstehen parallele Abrechnungslösungen, um Produktentwicklungen in verschiedenen Abteilungen flexibel voranzutreiben.
Doch Subscription Management betrifft weit mehr als nur eine neue Form der Abrechnung. Es verändert die Geschäftslogik – und wirkt sich damit auf sämtliche Prozesse entlang des Customer Lifecycles aus.
Neben den steigenden Anforderungen an die IT Systeme, gibt es auch große Herausforderungen im Change Management bei Unternehmen, die Subscription Management für ihre digitalen Services oder Produkte einführen wollen. Es fehlt oft an Know How oder Experten in diesem Bereich.
Unsere wichtigsten Empfehlungen, die wir aus nun mehr als zehn Jahren Projekterfahrung in diesem Umfeld mitgeben können:
- Einsatz eines etablierten Billing System.
Gerade im Bereich Billing macht es keinen Sinn, intern selbst neue Systeme zu entwickeln. Hierbei sollte nach einer fundierten Anforderungsanalyse auf ein Kaufprodukt am Markt gesetzt werden. - Berücksichtigung der Use Cases bei der Produktauswahl.
Es gibt nicht den einen Billing System Anbieter der für alle Unternehmen in den verschiedenen Geschäftsbereichen die eine richtige Wahl ist. Je nach Use Case und Branche bringen die Produkte unterschiedliche Stärken und Schwächen mit sich. Zudem müssen Faktoren wie Agilität und Komplexität berücksichtigt werden. - Berücksichtigung des gesamten Quote-to-Cash Prozess.
Bei der Einführung eines neuen Billing Systems sollte unbedingt der gesamte Quote-to-Cash Prozess berücksichtigt werden. D.h. von der Produktkonfiguration, der Preisberechnung, über das Contract Management (Vertrag Definition, Erstellung, Anpassung, Kündigung) inklusive der monatlichen Abrechnung bis hin zu den Accounting Systemen. Diese kümmern sich um das Clearing, also das Neutralisieren einer offenen Rechnung mit einem Beleg durch eine entgegengesetzte Transaktion wie z.B. der Zahlungseingang. Zudem muss die periodengerechte Umsatzlegung in den Finanzbüchern der Unternehmen betrachtet werden. - Unterstützung des Managements.
Der Kulturwandel sollte auch organisatorisch aktiv begleitet werden, wobei insbesondere die Unterstützung des Managements gegeben sein muss.
Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Sebastian Bitz verfasst worden.
Mehr über Billing & Payment erfahren



