Wie oft bringt dein Team neue Funktionen in Produktion? Die Antwort darauf könnte über den Erfolg deiner Softwareprojekte entscheiden. Die Deployment Frequency zeigt, wie regelmäßig neue Funktionen, Bugfixes oder Verbesserungen ausgeliefert werden.
Was sind DORA-Metriken?
Die DORA-Metriken wurden vom DevOps Research and Assessment (DORA)-Team entwickelt,1 um die Leistungsfähigkeit von Softwareentwicklungsteams messbar zu machen. Sie basieren auf umfangreicher Forschung und Datenanalyse und unterstützen dabei, Entscheidungen auf einer fundierten, empirischen Grundlage zu treffen.
Eine der vier zentralen DORA-Metriken ist die Deployment Frequency. In diesem Artikel erfährst du, was sie bedeutet, wie du sie misst und wie du sie gezielt verbessern kannst.
Definition: Deployment Frequency
Die Deployment Frequency misst, wie oft ein Team erfolgreich Änderungen in Produktion bringt. Sie ist ein Indikator für die Fähigkeit, kontinuierlich Mehrwert zu liefern und schnell auf neue Anforderungen zu reagieren.
Bedeutung der Metrik
Eine hohe Deployment Frequency steht für kurze Release-Zyklen und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung. Sie reduziert das Risiko großer, fehleranfälliger Releases und ermöglicht schnellere Feedbackschleifen.
Eine niedrige Deployment Frequency kann auf folgende Probleme hinweisen:
- Große, seltene Releases mit hohem Risiko
- Fehlende Automatisierung in der CI/CD-Pipeline
- Komplexe Freigabeprozesse
- Abhängigkeiten zwischen Teams oder Systemen
DORA-Benchmarks
Die DORA-Forschung unterscheidet vier Leistungsstufen:
| Leistungsstufe | Deployment Frequency |
|---|---|
| Elite | Mehrmals täglich |
| High | Einmal täglich bis wöchentlich |
| Medium | Einmal pro Woche bis pro Monat |
| Low | Weniger als einmal pro Monat |
Diese Werte dienen als Orientierung für die Einordnung der eigenen Prozesse. Zur Selbsteinschätzung kann man die DORA-Metriken auch mit dem DORA Quick Check bewerten und mit verschiedenen Branchen vergleichen.
Messung der Deployment Frequency
Die Deployment Frequency wird anhand der Anzahl erfolgreicher Deployments auf Produktion in einem definierten Zeitraum (z. B. pro Tag, Woche oder Monat) ermittelt.
Die wichtigste Datenquelle sind die CI/CD-Pipelines, da sie alle Deployments automatisiert ausführen und protokollieren.
Die Auswertung kann über folgende Quellen erfolgen:
- Pipeline-Logs
- Deployment-Historien
- Metriken der Git Plattform
Optimierungsmöglichkeiten
Zur Verbesserung der Deployment Frequency können folgende Maßnahmen beitragen:
- Automatisierung der Deployments: Reduziert manuelle Schritte und Fehlerquellen.
- Continuous Delivery oder Continuous Deployment: Erhöht die Frequenz durch automatisierte Freigaben.
- Kleine, inkrementelle Änderungen: Minimiert Risiko und vereinfacht Tests.
- Trunk-Based Development: Fördert kontinuierliche Integration und schnelle Auslieferung.
- Feature Toggles: Erlauben das sichere Ausrollen unfertiger Features.
Fazit und Ausblick
Die Deployment Frequency ist eine zentrale Kennzahl für die Geschwindigkeit und Stabilität von Softwarelieferungen. Sie unterstützt Teams dabei, Risiken zu reduzieren und schneller auf Marktanforderungen zu reagieren. Erfasse zunächst die Deployment Frequency deines Teams und gehe der Frage nach: Was hält uns davon ab, öfter und in kleineren Schritten zu deployen?
Aus meinem Alltag kann ich sagen, dass die Umstellung auf Trunk-Based Development unseren Release-Prozess deutlich leichter und schneller gemacht hat. Damit können wir nun öfter deployen und schneller auf Veränderungen reagieren.
Im nächsten Beitrag widmen wir uns der Change Failure Rate – wie oft führen Änderungen zu Problemen in Produktion?
Bleib dran – und bring deine DevOps-Performance auf das nächste Level!



